Ein Zuhause in Afrika weit weg von daheim

10, Bompas Road, Johannesburg, Südafrika

Unverkennbar: Lounge im modernen Afrika (Bild: Ten Bompas Hotel)
Unverkennbar: Lounge im modernen Afrika
(Bild: Ten Bompas Hotel)
Suite 6: geprägt von afrikanischem Rosenholz (Bild: Ten Bompas Hotel)
Suite 6: geprägt von afrikanischem Rosenholz
(Bild: Ten Bompas Hotel)
Suite 9 von Luc Zeghers (Bild: Ten Bompas Hotel)
Suite 9 von Luc Zeghers (Bild: Ten Bompas Hotel)

23.06.2010 – Die Welt schaut in diesen Tagen auf Südafrika. Der Grund? – Die Fußballweltmeisterschaft. Zum ersten Mal findet das Turnier auf dem schwarzen Kontinent statt.


Im Gegensatz zum Weltfußballverband haben Urlauber diesen Erdteil und besonders das Land am Kap der guten Hoffnung jedoch schon längst entdeckt. Umso verwunderlicher ist es, dass es in Afrika nur ein Hotel im Portfolio von Design HotelTM gibt: Das ‚Ten Bompas‘ in Johannesburg.


Der Name des Hotels ist gleichzeitig die Adresse: 10, Bompas Road. Besitzer Christoff von Staden wuchs hier auf. Architekt Luc Zeghers fügte der ursprünglichen Villa zwei weitere Gebäude hinzu.


Darin befinden sich zehn Suiten, jede von einem anderen Innendesigner gestaltet. Was die Einrichtung anbelangt, lautete die einzige Vorgabe, ein zeitgemäßes ‚Zuhause in Afrika weit weg von daheim‘ zu kreieren. „Wir waren selbst jahrelang auf Geschäftsreisen unterwegs und wollten ein Hotel bauen, in dem auch wir gerne übernachten würden“, erklärt Peter Aucamp, von Stadens Geschäftspartner.


Die Innenarchitekten hatten also einen relativ großen Spielraum. Zwar gibt es identische räumliche Fakten – Lounge, Schlafzimmer, Badezimmer, Gästetoilette und Balkon oder Terrasse – doch gleich danach beginnt die individuelle Interpretation.


Im Fall von Innendesignerin Dee Cunningham und der Suite Nr. 4 bedeutet das: flächige Beige- und Cremetöne gepaart mit diversen Akzenten. Die Materialien sind aus der Natur. Terracottafliesen und Sisalteppiche grenzen die verschiedenen Wohnbereiche ab.


In der Lounge steht eine zeitlose Sitzgruppe, weitere Möbel sind weitestgehend Nachbauten im Stile Robert Adams. Sie schlagen den Bogen zur Kolonialzeit und die schwarze und cremefarbene Polsterung steht für den Staub und die Grubenhalden der Stadt Johannesburg.


Anders interpretiert Anuschka Leroni die Vorgabe. In Suite Nr. 6 herrschen Schwarz, Taupe und arktisches Grau vor. An den Wänden: der Stadtteil Sophiatown in schwarz-weiß.


Im Schlafzimmer stößt die kühle Bettwäsche aus Baumwolle auf die samtene Weichheit von Chenille. Das afrikanische Rosenholz der Wände und Möbel erwärmt ganz bewusst das minimalistische Design dieser Suite.


Zeghers, der nicht nur als Architekt, sondern auch als Innendesigner des Empfangsbereiches und Suite Nr. 9 fungierte, meint zusammenfassend: „Aus der Verbindung von Architektur, Inneneinrichtung und Landschaft ist im Resultat ein Boutique Hotel und gemütliches Zuhause weit weg von daheim entstanden, das Afrika auf zeitgemäße Art und Weise abbildet.“


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